Geflügel Börse nr.10, 20-05-2005:

Amerikanische Buffgans mit Haube.

Amerikanische Buffgans mit Haube

Die Amerikanische Buffgans mit Haube (American Tufted Buff) ist eine der wenigen Gänserassen, die in den Vereinigten Staaten entstanden. Erzüchtet wurden sie von Mrs. Ruth Books von den Book Farms mittels Kreuzungen von glattköpfigen Buffgänsen mit den “Roman Geese” , den dortigen Römischen Gänsen. Nach intensiver Selektion entstand die Buffgans mit Haube. Nach dem Tod von Mrs. Books übernahm John Metzer von Metzer Farms in Gonzales/Kalifornien den gesamten Bestand und erstellte ein Zuchtprogramm. Da Mrs. Books über ihre Erfahrungen mit der neuen Rasse kein Zuchtbuch geführt hatte, war es für Metzer im Grunde ein Neuanfang. Ausgelesen wurden Gänse mit zu kleinen Hauben, einer rosa-bzw. roten Lauffarbe und zu kleine Buffgänse, um zu einem einheitlichen Aussehen zu kommen. Die Amerikanische Buffgans mit Haube ist eine elegante, mittelgrosse Gans mit stolzer Haltung. Die Haube, die sich direkt hinter den Augen auf dem Oberscheitel befindet, besteht aus hoch gestellten Federn und hat keine Schädelerhöhung, wie manche beim ersten Eindruck vermuten. Buff bedeutet soviel wie Leder-bzw. Büffellederfarbig. Die Rasse wurde nach diesem Farbbegriff benannt. Es ist eine aparte intensive Farbe, die durch Sonneneinstrahlung erstaunlich weniger verblasst als bei den glattköpfigen Buffgänsen. Sie wird lediglich kurz vor der Mauser heller.Die Buff-Haubengänse sind lebhafte Gänse, die gerne das gesamte Grundstück benutzen für ihre “Rennparaden” mit flatternden Bewegungen. Gerne haben sie eine Badegelegenheit zu ihre Verfügung, in der sie sich stundenlang aufhalten können. Die Buffgänse sind sehr freundliche und soziale Tiere, die besonders ihrem Pfleger gegenüber sehr zutraulich werden. Auch sinds sie neugierig und “schnattern” dauernd vor sich hin, ohne dass dies störend wirkt; Lärm machen sie nur gelegentlich, wenn sie eine Gefahr spüren oder Fremde das Grundstück betreten. Insgesamt sinds sie sehr umgängliche Gänse, auch während der Brutzeit. Der Platz sollte mindestens 50 Quadratmeter pro Gans betragenSeit dem Frühjahr 2002 gibt es Buffgänse mit Haube in den Niederlanden. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass wir die einzigen Züchter dieser Rasse waren. Sechs Haubengänse und zwei glattköpfige Buffgänse importierten wir aus Amerika, eigenlich ohne züchterische Absichten. Aber: Wir waren wohl die einzigen in Europa, die wussten, dass die Amerikanische Buffgans in ihrer Heimat eine stark bedrohte Rasse ist. Diese Tatsache und die Motivation, die wir aus Amerika erhielten, veranlassten uns die Zucht der Buffgänse in Angriff zu nehmen und dieser Rasse in Europa eine Chance zu geben. Im Frühjahr 2003 wollten wir deshalb weitere Gänse einfuhren, aber der Ausbruch der Geflügelpest in Amerika (2002) und der Vogelgrippe (2003) in den Niederlanden verhinderten dies. Die einfuhrbestimmungen wurden wesentlich strenger und der mögliche Import finanziell eine zu hohe Belastung. Wir machten also weiter mit unseren Gänsen. Da wir nur wenige Ausgangstiere zur Zucht hatten, wurden einzelne Paare zusammengestellt, damit wir stets die Eltern unserer Gänse kannten. Es blieb uns nichts anderes übrig, als auch die glattköpfigen Buffgänse einzusetzen. John Metzer, der Züchter, von dem wir unsere Tiere hatten, hatte uns versichert, dass unsere Gänse nicht miteinander verwandt waren. Mit den Glattköpfen hatten wir ingesamt vier Linien, wobei uns bewusst war, dass die Haubengrösse durch die glattkopfigen Elternteile abnehmen könnte. Aus diesem Grund verpaarten wir einen Glattkopfganter mit einer Gans mit grosser Haube. Daraus vielen vier Ganter mit schönen Hauben und eine Gans mit einer kleinen Haube. Die richtige Paarzusammenstellung war auch von Bedeutung für den Erhalt einer intensiven Gefiederfarbe. Es ist bekannt, das ein heller Ganter und eine gut gefärbte Gans eine schöne Bufffarbe vererben. Das stimmte auch in unserer Zucht. Ein Haubenganter mit einer Gans ohne Haube ergaben eine Nachtzucht mit kleineren Hauben (die jedoch in Ordnung waren), nur schlug bei diesem Paar die dominante hellere Farbe der Gans durch, wodurch die gesamte Nachzucht heller in der Farbe war. Durch die Kombination mit den Glattköpfen erhielten wir jedoch schöne kräftige Junggänse.Die reinen Haubenpaare vererbten sowohl grosse wie auch etwas kleinere Hauben, was uns verwunderte. Aus einer kleinen Gans und einem grossen Ganter erhielten wir Nachzucht im richtigen Format. Die verpaarung kleiner Ganter x grosse Gans wollen wir nur im Notfall versuchen, da die grösse und der Typ vorwiegend vom Ganter weitergegeben werden. Mit der Nachzucht wurden weitere Verpaarungenkombiniert und ausprobiert, um mehr über die Vererbung zu erfahren. Allerdings stellte es sich als nicht empfehlenswert heraus, Einjährige einzusetzen, da die Buffgänse zwei Jahre brauchen, bis sie vollständig ausgewachsen sind. Das wirkt sich auf die Bruteier aus; zwischen den Eiern von ein- und zweijährigen Gänsen stellten wir einen Unterschied von bis zu 30 Gramm fest. Von den Einjährigen hatten wir zwar die grössten Bruteier gesammelt (daraus erhielten wir eine grossformatige Nachzucht), aber wir bevorzugen es inzwischen, die Bruteier von ausgewachsenen Gänsen zu sammeln. Durch die verschiedenen Verpaarungen der Alttiere und deren Nachtzucht erhielten wir die Erkenntnis, welche Gänse die Haube besser vererbten. Dadurch konnten die Ausgangstiere gezielter verpaart werden. Dadurch erhielten wir bei unseren Gänsen grössere Hauben. Nur Geschwister wurden nicht verpaart, und davon raten wir auch neuen Interessenten ab, damit es nicht zu Inzuchtschwierigkeiten kommt. Eine Überraschung begegnet uns bei der Nachtzucht immer wieder: das Erbe der Römischen Gans. Regelmässig treten bei der Nachtzucht eine oder mehrere weisse Handschwingen auf. Das Schöne und Merkwürdige daran ist, dass diese mit der ersten Mauser farbig werden, und wenn nicht mit der ersten, dann mit der zweiten Mauser (hellere Bufffarbe). Gänse mit weissen Schwingen werden nie miteinander verpaart, damit sich der Scheckungsfaktor nicht festigt. Ein weissschwingiges Tier, das sehr gut in Typ und Haube ist, wird daher immer mit einer Gans mit möglichst dunkler Schwingenfarbe kombiniert. Gleiches geschieht mit den wenigen weissen Federn unter dem Schnabel. Ab und an haben wir Gänse mit mehr oder weniger blauen Augen, die wir konsequent nicht zur Zucht einsetzen.Zur Haltung der Buffgänse ist zu erwähnen, dass ein Ganter mit zwei bis drei Gänsen gehalten werden kann. Die Gänse bevorzugen ein verstecktes Legenest, z. B. im Stall. Sie legen im ersten Jahr 150 bis 170 Gramm schwere Eier, zweijahrige Gänse 180 bis 200 Gramm schwere. Eine Gans legt 10 bis 20 Eier, und weitere, wenn diese gesammelt werden. Die Brutdauer beträgt 28 bis 30 Tage. Die Gänse schreiten leicht zur Brut und führen die Küken ausgezeichnet. Auch der Ganter lässt die Kleinen nicht aus den Augen. Die restlichen Gänse betreuen die Nachtzucht ebenfalls. Die Küken weisen ein gelblich karamellfarbiges Daunenkleid auf und haben bereits als Küken eine Haube. Sie sind sehr beweglich und wachsen rasch heran. Die Buffgänse verschlingen das Gras im Auslauf nicht, aber halten sich dort sehr gerne auf. Der Graskonsum übt einen Einfluss auf die Farbe von Schnabel und Läufen aus. Daher ist es sinnvoll, Mais und Karotten zu verfüttern. Vor allem während der Wintermonate, wenn nur wenig Grünes zur Verfürung steht, mischen wir diese unter das Futter.

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